Bin ganz überrascht, dass ich immer noch keine Nebenwirkungen habe. Habe durchgeschlafen, keine Kopfschmerzen, keine Alpträume. Überlege bereits, ob ich das Medikament besser in einer Tiefphase genommen hätte. Momentan geht's mir sowieso gerade nicht so schlecht. Hoffentlich schädige ich damit jetzt nicht unnötig meine Leber.
Verspreche mir eigentlich generell mehr von der Psychotherapie. Muss heute unbedingt ein paar Therapeuten anrufen und fragen, ab wann es möglich ist, eine Therapie zu beginnen. Mittlerweile denke ich, dass die Wurzel allen Übels einfach nur ein klassisches Vater-Tochter-Problem ist. Denn immer wenn ich zu Hause war, geht's mir wieder besonders schlecht. Muss also nur lernen, wie ich damit umgehe, mich von ihm zurückgewiesen und vernachlässigt zu fühlen. Immerhin bin ich schon über 30. Langsam sollte es mich nicht mehr treffen, wenn mein Vater nicht so herzlich ist, wie ich es mir von ihm wünsche. Er ist eben so. Immer. Und er meint es bestimmt nicht persönlich. Daher könnte ich ihn auch einfach annehmen wie er ist. Anstatt mehr von ihm zu erwarten, als er sein kann. Wieso mir das nicht gelingt, ist mir ein Rätsel. Denn bewusst ist es mir schon, dass mein Verletztsein allein von mir ausgeht.
Donnerstag, 9. April 2009
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